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Die Fondation Luma in Arles: Warum Sie sie unbedingt besuchen sollten

21.10.2019  ·  Kultur & Genuss, Land & Leute  ·  Kommentare geschlossen
Rund um das berühmte, von Frank O. Gehry entworfene Gebäude der Luma Arles liegt der „Parc des Ateliers“ – ein modernes Forum in der antiken Stadt. Und ein Ort des unerschöpflichen Reflektierens. Ins Luma Arles geht man, um zu flanieren, zu lernen, nachzudenken – und um sich überraschen zu lassen.

Gewagte Architektur

 

Das Gebäude „Ressource“ der Luma Arles, mitgestaltet von Frank Gehry.

 

Leuchtturm? Metallener Baum? Verirrtes Schiff? Aus der Gebäudeskulptur von Frank O. Gehry ragen vier Türme aus gewundenen Silberfacetten, die von einem steinernen Rückgrat zusammengehalten werden. Der amerikanische Architekt inspirierte sich bei seinem Werk am Bergkamm der Alpilles, den fantastischen Felsformationen um Les-Baux-de-Provence und dem Pinselstrich Vincent Van Goghs. Die Edelstahlziegel sollen die Variationen des Lichts einfangen. Gläserne Fensterelemente verbinden die verschiedenen Ebenen miteinander. Ebenfalls aus Glas ist der runde Unterbau von 54 Metern Durchmesser, der das Erdgeschoss umschließt und an das Amphitheater von Arles erinnert – eine der schönsten römischen Stätten Frankreichs.

Ein neuer Blick auf die Stadt Arles

Auf der neunten Etage gelegen, eröffnet die Terrasse des Luma Arles ein bemerkenswertes Panorama über die Altstadt, die Windungen der Rhône, die Camargue und die Crau-Ebene, die Alpilles und sogar das Kloster Montmajour. Das 56 Meter hohe Gebäude „Ressources“, entworfen von Frank Gehry, bietet Raum für die verschiedenen Kunstformen, darunter auch die Kochkunst, für Experiment und Forschung. An das Erdgeschoss, dem Haupteingang zum „Parc des Ateliers“, schließen sich mehrere Ausstellungflächen an, in denen Veranstaltungen von internationaler Größe ausgerichtet werden.

Ausstellungen von Weltklasse

Die Installation „L'Enclosure“ (dt. Umzäunung), ausgestellt in der „Grande Halle“ im Luma Arles

Seit 2004 fördert die Fondation Luma künstlerisches Schaffen im Bereich der Bildenden Kunst. Die Projekte setzen sich mit den Themen Umwelt, Kultur, Bildung und Menschenrechte auseinander. Die sechs Gebäude des „Parc des Ateliers“, darunter die „Grande Halle“ (dt. Große Halle), die „Forges“ (dt. Schmiedewerkstätten) und die „Mécanique Générale“ (dt. Maschinenbau), empfangen Besucher rund um das Jahr zu Veranstaltungen, insbesondere im Sommer während des Fotografie-Festivals „Rencontres de la Photographie“. Das Restaurant „Réfectoire“ und der Buchladen „Off-Print“ gehören ebenfalls zum Projekt Luma.

Spaziergang zur Nekropole Alyscamps

Die Nekropole Alyscamps, in der Nähe vom Luma Arles.

Nur wenige Schritte vom Luma entfernt, am anderen Ende des Paulaner-Weges, erstreckt sich die Totenstadt Alyscamps entlang des Kanals Craponne. Am Ende dieses erst heidnischen, dann christlichen Friedhofs befindet sich die Kirche Saint-Honorat an der Via Aurelia. Die von Steinsärgen gesäumte Allee inspirierte mit ihrem romantischem Flair bereits Van Gogh und Gauguin. Ein von Landschaftarchitekt Bas Smets entworfener Garten spendet Schatten und grüne Frische.

Eine neue Hochschule für Fotografie

Direkt am Gebäude von Frank O. Gehry wurde ein weiteres architektonisches Meisterstück eröffnet: Die l’Ecole Nationale Supérieure de la Photographie, Hochschule für Fotografie. Mit seinem 120 Meter langen flachen Kragträgerdach und den durchsichtigen Ausstellungssälen ist das Gebäude von Marc Barani mehr als einen Blick wert. Und die Fotografen finden vor ihrer Linse finden ein weiteres interessantes Objekt. Die neue Hochschule für Fotografie lässt Arles, wo jährlich das Fotografie-Festival „Rencontres d’Arles“ stattfindet, einmal mehr als eine der Hauptstäde der Fotografie leuchten.

UNESCO-Weltnaturerbe Vulkankette Chaîne des Puys

19.12.2018  ·  Auvergne, Destinationen  ·  Kommentare geschlossen

Seit dem 2. Juli 2018 gehört die Vulkankette Chaîne des Puys sowie die Tektonikarena der geologischen Verwerfung Limagne zum UNESCO-Welterbe. Damit reiht sich die Vulkanregion der Auvergne ein in eine Liste aus bedeutsamen Naturlandschaften bestehend u.a. aus dem Grand Canyon, Okavango Delta, Kilimandscharo und dem Great Barrier Reef.

Chaîne des Puys @Atout France

Bisher befinden sich nur wenige Landschaften mit ähnlichen geologischen Eigenschaften wie die der französischen Vulkanregion auf der Welterbeliste. Sie ist die einzige Landschaft auf der UNESCO-Welterbeliste, die sich innerhalb des französischen Festlands befindet. Die 21 gewählten Vertragsstaaten des Welterbekomites erkennen mit ihrer Entscheidung die Region rund um den Puy-de-Dôme als außergewöhnliche, geologische Besonderheit an.

Die Vulkankette des Puy-de-Dôme sowie das tektonische Einbruchbecken von Limagne bieten ein einzigartiges Panorama. Dieses gibt Einblick in die geologische Geschichte des europäischen Kontinents und ist exemplarisch für den alten kontinentalen Grabenbruch entlang des Zentralmassivs. Die grünen Vulkane sind Zeitzeugen dieser Geschichte.

Die Aufnahme ins Weltnaturerbe ist ein Höhepunkt und Anerkennung einer elfjährigen Kandidatur, die vom Präsidenten des Departements Puy-de-Dôme, Jean-Yves Gouttebel, ins Leben gerufen wurde. Nach über 40 Jahren Engagement im Naturschutz und Erhalt dieser einmaligen Naturlandschaft sieht sich die Region mit ihren Förderern auf dem richtigen Weg.

Neue Eröffnung – Lyon

19.12.2018  ·  Destinationen, Land & Leute  ·  Kommentare geschlossen

Hôtel Dieu © Atout France

In Lyon wird im April 2019 das neue Hotel InterContinental Lyon – Hôtel Dieu ***** seine Tore öffnen. Die Lage könnte nicht besser sein. Gleich neben der Place Bellecour, im Herzen der Presqu’île wird das Hotel InterContinental ***** zum einem Ort, in dem französische Eleganz die zeitgenössische Kunst trifft.

Mit einer Fläche von 13 237 m², 114 Zimmern und 30 Suiten (u.a. der Präsidenten-Suite) bietet das Hotel einen wunderschönen Rahmen, um Ihren Aufenthalt in der Hauptstadt der Gastronomie zu genießen.

Für Ihre MICE-Veranstaltungen ist das hauseigene Konferenzzentrum von 1500 m² bestens geeignet. Dazu zählen 9 Seminar- und Konferenzräume mit Tageslicht und ein 426 m² großer Sitzungssaal sowie ein erfahrenes Organisationsteam.

Das Hôtel Dieu in Lyon wird außerdem ab Frühling 2019 die Cité de la Gastromomie beherbergen. Die Cité de la Gastronomie wird sich auf einer Fläche von 3900m² ausdehnen und völlig auf „die Gastronomie zwischen Ernährung und Gesundheit“ fokussiert sein. Ein ganzes Programm, um mit Spaß und Freude alles über die Ernährung zu lernen und den letzten Stand der Forschung zu erfahren, erwartet kleine und große Besucher. Die Cité de la Gastronomie wird Dauerausstellungen sowie thematische Wechselausstellungen zu einem Produkt, einer Region oder traditioneller Küche anbieten. Für die ganze Familie werden Lernworkshops, Konferenzen und Filmausstrahlungen angeboten. Seit 2010 ist die französische Gastronomie als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet. Lyon als Hauptstadt der Gastronomie in Frankreich wird mit der Cité de la Gastronomie zum Botschafter der französischen kulinarischen Kultur.

2019: 500 Jahre Renaissance(S) im Loiretal

19.12.2018  ·  Destinationen, Land & Leute  ·  Kommentare geschlossen

2019 wird im Loiretal neben dem 500. Todestag von Leonardo da Vinci auch die Grundsteinlegung des Schlosses Chambord und die Geburt von Katharina von Medici gefeiert. Ein perfekter Anlass, dieses blühende Zeitalter der Kunst und Kultur im Spiegel eines vielfältigen und anspruchsvollen Veranstaltungsprogramms neu zu erleben.

Die Festlichkeiten beginnen im Château du Clos Lucé, der letzten Wohn-und Wirkungsstätte des Genies aus dem italienischen Ort Vinci. Von Juni bis September wird hier die Ausstellung „Léonard de Vinci, ses élèves, la Cène et François Ier“ (Leonardo da Vinci, seine Schüler, das Abendmahl und Franz I.) präsentiert. Ein Wandteppich mit der Darstellung des letzten Abendmahls, die nach dem berühmten Wandgemälde von Leonardo gefertigt wurde,wird hierzu eigens aus dem Vatikan ausgeliehen. Bei einer Reihe sommerlicher Abendveranstaltungen im Schloss Clos Lucé dreht sich außerdem alles um Themen wie das Essen in der Renaissance oder die großen Erkenntnisse, die diese Epoche prägten.

Nicht weit von hier, im Château d’Amboise, widmet sich die Ausstellung „1519,la mort de Léonard de Vinci: la construction d’un mythe“ (1519:der Tod Leonardo da Vincis – die Geburt eines Mythos) dem Gemälde von F.-G.Ménageot „Der Tod von Leonardo da Vinci“ und einer Stichsammlung. Die von Maibis August laufende Ausstellung zeigt in der Inszenierung von 5 Gemälden des italienischen Graffiti-Künstler RAVO, die einige Details des Werkes von Ménageot aufgreifen, darunter auch zeitgenössische Aspekte.

Das Erbe des italienischen Universalgelehrtensteht auch im Fokus der Ausstellung „L’inspiration du vivant de Léonard de Vincià nos jours“ (Die Inspiration des Lebendigen von Leonardo bis heute) im Museum der Sologne in Romorantin-Lanthenay und in der Fondation du Doute in Blois, wo junge Künstler aus Italien und Frankreich gemeinsam ein Leonardo-Fahrzeug aus Techno-Schrott herstellen.


© CRT Centre-Val de Loire/Gillard et Vincent

Im Schloss Chambord trifft von Mai bis September die Vergangenheit mit der Ausstellung „Chambord 1519-2019: Von der Utopie zur Arbeit“ auf die Zukunft, die die Geschichte des Schlosses und seine virtuelle Transformation ins rechte Lichtrückt, eine Utopie des 21. Jahrhunderts von internationalen Architekten. Vom 28. Juni bis zum 13. Juli feiert das Chambord Festival 2019 auch das 500-jährige Bestehen des Schlosses.

Katharina von Medici (geboren 1519 in Florenz,gestorben 1589 in Blois) wird ebenfalls im Rampenlicht stehen, vor allem beider Ausstellung „Les Tapisseries de la Reine“ (Die Wandteppiche der Königin) im Schloß Chaumont-sur-Loire (Septemberbis Dezember). Hier kann man gänzlich in das Leben der französischen Königin(ab 1547) eintauchen. Interessierte Besucher können hier auch eine Rekonstruktion ihrer Apotheke im Schloss Chenonceau entdecken.

Schlösser im Kerzenlicht

Von Mai bis Oktober feiert man im Schloss Valençay seine eigene vielfältige Geschichte mit zahlreichen Inszenierungen. So gibt es ungewöhnliche Führungen durch den renovierten Dachstuhl, ein Talleyrand-Festival. An einem Abend wird das Schloss und der Garten mit Kerzen beleuchtet. Dazu erklingen die Klänge alten Musikinstrumenten– ebenso wie in der Nacht der tausend Lichter im Schloss Villandry. Im Schloss von Azay-le-Rideau wird den ganzen Sommerüber eine Light- & Sound-Show zum Thema „Renaissance“ stattfinden.