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Guide Michelin 2021: Nouvelles aus der Sterne-Gastronomie Frankreichs

23.02.2021  ·  Kultur & Genuss, News  ·  Kommentare geschlossen

 

ONA (c) Cécile Labonne

Die französische Kulinarik-Szene trotzt der herausfordernden Zeit und macht mit vielen jungen und dynamischen Talenten Frankreich als Land der Feinschmecker alle Ehre. Auch für die Guide-Michelin-Juroren war es ein Jahr der Extreme, das jedoch mit besonderem Engagement bestritten wurde und Restauranttests in bewährter Qualität ermöglichte.

Im neuen Guide Michelin France sind insgesamt 638 Restaurants, davon 57 neue, gelistet. Wie auch bereits im letzen Jahr, wurde für 2021 der „Grüne Stern“ an Restaurants vergeben, die sich für Nachhaltigkeit in der Gastronomie einsetzen. 33 Lokale konnten durch ihr ökologisches Bewusstsein überzeugen und wurden mit dem „Grünen Stern“ ausgezeichnet.

Die Guide-Michelin 2021 Highlights:

Das „AM“ von Alexandre Mazzia in Marseille holt sich erstmals drei Michelin-Sterne und zu den Zweisternern gesellen sich zwei Neuzugänge: Hélène Darroze mit ihrem „Marsan“ in Paris und Cédric Deckert mit „La Merise“ in Laubach. Bei den Einsternern gibt es gleich 54 Newcomer,  unter anderem wurde erstmals ein veganes Restaurant in Frankreich mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, das „ONA“ von Claire Vallée in Arès. Die „Grünen Sterne“ des Guide-Michelins 2021 zeichnen sich durch ihren nachhaltigen Zugang aus. So bezieht beispielsweise Sébastian Alès im „Riche“ (Michelin-Plakette) in Alès praktisch sämtliche Zutaten aus der nahen Umgebung (maximale Entfernung: 50 Kilometer).

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Ausstellungen und Wiedereröffnungen für das zweite Halbjahr 2020 und Frühjahr 2021

27.07.2020  ·  Kultur & Genuss, Reise- & Busveranstalter  ·  Kommentare geschlossen

Von Herbst 2020 bis Frühling 2021 wartet Frankreich mit einigen sehenswerten Ausstellungen und Wiedereröffnungen auf.  

Centre Pompidou Paris: Matisse

Ursprünglich vorgesehen vom 13. Mai bis 31. August 2020, eröffnet die Matisse Ausstellung im Centre Pompidou in Paris nun am 21. Oktober 2020 und kann bis 22. Februar 2021 besucht werden. Das Centre Pompidou stellt mit dieser Ausstellung zum 150. Geburtstag von Henri Matisse eine eher unbekannte Seite des Künstlers in den Mittelpunkt: dessen Liebe zur Literatur, die auch als Nährboden für seine Werke diente. Mit Werken Matisses aus dem Pariser Nationalmuseum für Moderne Kunst sowie aus den zwei dem Künstler gewidmeten Museen in Cateau-Cambrésis und Nizza und dem Grenoble Museum, ist diese Ausstellung die größte Matisse Ausstellung seit 1970. Sowohl berühmte Meisterwerke als auch nie gezeigte Werke werden zu sehen sein. Außergewöhnlich ist auch der Aufbau der Ausstellung, die das Leben des Künstlers in Form eines Romans erzählt – von Matisses Anfängen in 1890 bis hin zu den 1950er Jahren. Auch auf für Matisse wichtige Schriftsteller wie beispielsweise Mallarmé wird nicht vergessen, dessen Gedichte der Künstler illustrierte.  

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Centre Pompidou Metz: Chagall 

Vom 21. November 2020 bis 15. März 2021 widmet das Centre Pompidou in Metz dem Künstler Marc Chagall die Ausstellung “Chagall. Überbringer des Lichts”, in der die Bedeutung des Lichts und der Glasmalerei für die Werke des Künstlers ermittelt wird. Die Ausstellung ist Teil der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen der Kathedrale von Metz, für die Chagall mehrere Buntglasfenster gestaltet hat. Erstmals sind die Modelle zahlreicher Buntglasfenster, die von Chagall für Gebäude in der Region Grand Est (Metz, Reims, Sarrebourg), im benachbarten Deutschland (Mainz) und in anderen Ländern der Welt (Israel, USA, England, Schweiz) geschaffen wurden, für die Besucher in einer Ausstellung vereint. Zusätzlich wird eine Vielzahl von Gemälden, Skulpturen, Keramiken und Zeichnungen aus den Sammlungen des Centre Pompidou, des Musée National Marc Chagall in Nizza sowie internationaler Museen und Privatsammlungen gezeigt. Ein besonderer Fokus liegt auf das einzigartige Schaffen des Künstlers, der frei von einer Technik zur nächsten, vom Judentum zum Christentum und von der kollektiven Geschichte zum persönlichen Erlebten wechselte und sich keinen Dogmen verpflichtet fühlte. Die Ausstellung zeigt auf, wie Chagall Zeichen und Symbole mit dem Hintergrund eines humanistischen Ideals der Freiheit und des Friedens verwendete und transformierte. Im Frankreich der Nachkriegszeit und unter Einfluss der Erneuerung der sakralen Kunst trachtete Chagall danach, Menschen neue Lebenskraft und Lichtblicke zu schenken. In der Glasmalerei fand Chagall das dafür ideale Instrument. Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Phasen der Entstehung eines Buntglasfensters, von den ersten Zeichnungen bis zu seiner Einbindung in die Architektur.  

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Italienische Renaissance von Donatello bis Michelangelo in Le Louvre

Im Louvre in Paris werden von 22. Oktober 2020 bis 18. Jänner 2021 im Zuge der Ausstellung “Körper und Geist” über 150 italienische Renaissance-Skulpturen von Donatello bis Michelangelo gezeigt. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Castello Sforzesco Museum in Mailand entstanden ist, versucht die Schlüsselthemen und –ideen, die in Italien während des Quattrocento entwickelt wurden, für die Besucher greifbar zu machen. Typisch für die Renaissance ist das große Interesse der Bildhauer am Menschen selbst, innerlich und äußerlich gleichermaßen. Dies ist auch an der Vielzahl an innovativen Darstellungen des menschlichen Körpers aus dieser Zeit ersichtlich: Die Erforschung menschlicher Ausdrücke und Emotionen bilden das Herzstück der Bildhauerei der Renaissance. Die Ausstellung zeigt dies sowohl an Skulpturen berühmter Vertreter wie Donatello und Michelangelo als auch an Werken weniger bekannter Schaffer aus der Renaissance.  

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Umweltfreundliche Unterkünfte in Frankreich

22.07.2020  ·  Destinationen, Kultur & Genuss  ·  Kommentare geschlossen

Wer bewusst nachhaltig reisen und übernachten will, braucht in Frankreich nicht lange zu suchen. In allen Regionen gibt es tolle Unterkünfte, die Aspekte wie Umweltfreundlichkeit, Ökologie und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Hier haben wir eine kleine Auswahl für Sie zusammengestellt.

Green Spirit Hotels in Paris

Gleich vier Mal in Paris vertreten sind die Green Spirit Hotels. Eine unabhängige, familiengeführte Hotelgruppe setzt in Paris auf grüne Ideen. Besonders im Hotel Le Pavillon ist das Konzept bereits gut umgesetzt. Das 3-Sterne-Hotel in einem ehemaligen Kloster, ausgezeichnet mit dem europäischem Ökolabel und Green Key, ist mit technologischen Innovationen und umweltfreundlichen Materialien ausgestattet. Für elektrosensible Menschen ist in einigen Zimmern Schutz vor Strahlung garantiert. Beim Frühstück werden lokale Produkte und Bio-Spezialitäten angeboten, die Pflegelinie in den Zimmern ist ökologisch und die Reinigungsprodukte ebenfalls. Genießen Sie einen angenehmen Städtetrip in entspannter, wohnlicher und umweltbewusster Atmosphäre, mit Gartenpatio inmitten von Paris.

Adresse: 54 Rue Saint-Dominique, 75007 Paris

Green Spirit Hotels (Externer Link)

La Clairière im Elsass

Inmitten der Vogesen erwartet Sie das elsässische Wellness-Hotel La Clairière. Der Landhaus-Stil der Zimmer trägt zu einer gemütlichen Atmosphäre bei. Außerdem können die Gäste eine große Saunawelt und einen Beautybereich entdecken. Im Restaurant wird Wert auf gute Zutaten gelegt und jeder, der bio oder vegan essen möchte, findet hier sein Glück. Auch was die Ausstattung angeht wird Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Herzen mit einem Scheitholzkessel und Installation von Photovaltaikanlagen. Auch Detox- und Entschlackungsmenüs werden angeboten. Das Hotel hat außerdem viele verschiedene Workshops auf dem Programm: Natürlich kann man aktiv die Vogesen erkunden, aber auch Qigong-, und Yogakurse belegen, Konzerte und kleine Ausstellungen besuchen oder Waldbaden gehen. Ein toller Ort, um dem Alltag zu entfliehen.

Adresse: 63, route d’Ingwiller 67290 La Petite Pierre

La Clarière (Externer Link)

Les Vignes de la Chapelle auf der Île de Ré

Das 2019 komplett renovierte Hotel auf der Île de Ré bietet 2 Zimmer, 9 Suiten und 8 Loft-Suiten für Familien. Der maritime Stil des Hotels liegt nahe, denn das Meer ist nur wenige Minuten entfernt. Auch einen Spa-Bereich, eine Sauna und einen beheizten Pool findet man in diesem 4-Sterne-Hotel. Es wurde mit dem europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet und hat sich der nachhaltigen Entwicklung verschrieben. So wurden hauptsächlich natürliche Materialien verwendet, es gibt Wärmepumpen und Sonnenkollektoren.

Adresse: 5, rue de la Manne, 17740 Sainte Marie de Ré

Les Vignes de la Chapelle (Externer Link)

Une Campagne en Provence in Bras

Auf ins Grüne ! « Une Campane en Provence » ist ein altes Templergut im Herzen der Provence mit Ferienwohnungen, Ferienhaus und Gästezimmer. Drumherum laden Weinberge, ein großer Garten und Wälder zum Spazieren ein. Das kleine, aber feine Dorf Bras ist ganz in der Nähe, aber auch die französische Riviera, Aix-en-Provence und Marseille sind nicht weit entfernt. Für die Besitzer spielt der Umweltschutz eine große Rolle, das 180 ha große naturbelassene Wald-Weingut wird nachhaltig bewirtschaftet. Für die Unterkünfte werden Wärmepumpen eingesetzt, Strom wird aus nachhaltigen Quellen bezogen und auch vor Ort durch Photovoltaik produziert. Eine Ladestation für Elektrofahrräder und Auto ist vorhanden.

Adresse: 757, Chemin du grand temple, 83149 Bras

Une Campagne en Provence (Externer Link)

Le Volcan des Sens in der Auvergne

Seit dem 1. Mai 2019 hat die Öko-Lodge geöffnet und ist inmitten der Auvergne, in der Nähe des für seine Schönheit ausgezeichnete Dorfes Blesle in der Haute-Loire, ideal gelegen. In der grünen Umgebung des schönen Alagnon-Tals können Sie neue Energie zu tanken und an diesem außergewöhnlichen Ort entspannen. Die Kombination aus der bioklimatischen Holzrahmenarchitektur, der auf Wildpflanzen basierenden Küche, der Ruhe der Natur und dem Ihnen zur Verfügung stehenden Wohlfühlbereich wird all Ihre Sinne wecken.

Adresse: Brugeilles, 43450 Torsiac

Volcan des sens (Externer Link)

Hôtel Albert 1er in Toulouse

Willkommen in einer Hotelboutique voller Charme und Charakter. Das Hôtel Albert 1er ist ein ehemaliges Künstleratelier, das sich der Kunst und der Innovation verschrieben hat – ein Familienunternehmen, das seit vier Generationen in Toulouse geführt wird. Die Produkte für die Gastronomie sind von höchster Qualität und werden streng nach Frische, lokaler Herkunft und Geschmack ausgewählt. Außerdem verfolgt das Hotel einen ökologischen Ansatz. So gibt es beispielsweise Leihfahrräder, es werden lokale Produkte verwendet und es werden besonders ruhige und lichtdurchflutete Zimmer angeboten.

Adresse: 8 Rue Rivals, 31000 Toulouse

Hôtel Albert 1er (Externer Link)

Neues Museum „MoCo“ in Montpellier

21.10.2019  ·  Kultur & Genuss, Languedoc-Roussillon  ·  Kommentare geschlossen

Das Hôtel Montcalm, ein wunderschönes Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert in der Nähe des Bahnhofs und unweit der Place de la Comédie, wird zur neuen Hochburg für zeitgenössische Kunst in Montpellier.

Ab dem 29. Juni werden hier öffentliche und private Sammlungen aus aller Welt präsentiert. Der in „Hôtel des Collections“ umbenannte Standort dient als zukünftiges Flaggschiff des MoCo (Abkürzung für „Montpellier contemporain“, dt. zeitgenössisches Montpellier) und interagiert mit zwei bereits bestehenden Orten in der Stadt: dem Ausstellungszentrum für junge Künstler „La Panacea“ und der École Supérieure des Beaux-Arts von Montpellier Méditerranée Métropole (dt. Hochschule für bildende Künste), um die Wandlungsmöglichkeiten der Stadt durch die Kunst zu erkunden.

Hauptsitz zeitgenössischer Kunst

Im Rahmen der Zusammenarbeit dieses originellen Trios hat sich das Hôtel des Collections zum Ziel gesetzt, kollektive bzw. individuelle kreative Werke aus Sammlungen von Stiftungen, Einzelpersonen, Unternehmen, Museen oder sogar Künstlern auszustellen.

Das zum Hauptsitz zeitgenössischer Kunst umgebaute Hôtel Montcalm liegt versteckt in einem, es vor dem Lärm der Stadt schützenden, großen Garten in der Rue de la République. Vor Ort erwarten die Besucher eine 1.500 m² große Ausstellungsfläche, ein Bar-Restaurant und eine Buchhandlung mit einem saisonalen Veranstaltungskalender.

Der Architekt Philippe Chambaretta entschied sich dafür, die nüchtern, grafische Fassade des Gebäudes beizubehalten, ganz indem er ihr mittels eines Lichtkubus auf dem ehemaligen Offizierscasino einen zeitgemäßen Touch hinzufügte. Das neue Design der Gartenanlage stammt von dem Künstler Bertrand Lavier. In Zukunft werden hier, im Sinne einer Weltkarte, Pflanzenarten aller Kontinente erblühen.

Kunst im Restaurant

 

Die gewölbte Decke, die roten Säulen und das schwarz-weiße Schachbrettmuster des Marmorbodens verleihen dem Erdgeschoss des Museums einen prunkvollen Charakter, der in Kontrast zu dem strengen, weißen Ton der oberen Etagen steht, die bewusst neutral gehalten wurden, um die Werke besser zur Geltung lassen zu kommen.

Abgesehen von den Ausstellungen wird das Hôtel des Collections Künstler dazu einladen, in seinem Bar-Restaurant und auf den gartenseitigen Fassaden kreativ zu werden. Die bereits in der Vorschau enthüllte Installation des Restaurants wird die Besucher sicher begeistern. Das Werk von Loris Gréaus The Unplayed Notes Factory, das 2017 auf der Biennale in Venedig vorgestellt wurde, wird die Decke der zukünftigen Museumsbar mit 1.200 einzigartigen mundgeblasenen Glühbirnen in Erinnerung an eine ehemalige Glashütte in Murano schmücken.

Anlässlich der Eröffnungsausstellung präsentiert das MoCo die beeindruckende und intimistische Kollektion des japanischen Unternehmers Yauharu Ishikawa. Die im Jahr 2011 begonnene Sammlung umfasst rund 50 bedeutende zeitgenössische Museumsstücke (Skulpturen, Videos, Installationen, Fotografien) und hinterfragt die Beziehung des Betrachters zum Kunstwerk. On Kawara, Felix Gonzalez Torres, Tino Sehgal und Pierre Huyghes sind nur einige der zwanzig internationalen Künstler, deren Werke in dieser ersten von der einflussreichen Leiterin des Museum of Contemporary Art Tokyo (MOT), Yuko Hasegawa, kuratierten Ausstellung vertreten sind.

Das MoCo wird pro Jahr drei Austellungszyklen zu je ungefähr drei Monaten anbieten. Nach der Kollektion Ishikawa folgen die Werke einer öffentlichen russischen Kollektion.