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Interview mit Denis Zanon: Nizza bringt sich für die Zeit nach dem Lockdown in Position

16.06.2020  ·  Destinationen, News  ·  Kommentare geschlossen

DDenis Zanon,
Direktor des Metropole Nizza Côte d’Azur Tourismusbüro

Nizza läßt niemanden kalt

Nizza, ist die Hauptstadt der Côte d’Azur, und der zweitgrößte, internationale Touristikpol in Frankreich nach Paris. Nizza ist elegant und populär zugleich und bezieht seinen Charme aus seiner gemächlichen Lebensweise, die aus der Schönheit der Stadt wie auf seinem außergewöhnlichen Mikroklima beruht.

Nizza mit der Metropolregion Nizza Côte d’Azur, die im Januar 2012 gegründet wurde, ist zu 80% gebirgig und erstreckt sich von den Ufern des Mittelmeers bis zu den Skigebieten des Mercantour-Nationalparks. Die Dynamik und das Fachwissen von 49 Gemeinden in den Alpes-Maritimes wurden zusammengeführt, um Ressourcen und Energien zu bündeln. Dieses Territorium schöpft aus seiner Geographie und Geschichte, eine besondere und gemeinsame Identität zwischen der Küste, den Hügeln, den Tälern und den Bergen. Nizza Côte d’Azur ist eine ideale Einführung in die Entdeckung Frankreichs durch die Vielfalt seiner Stätten und bietet ein Erbe wie kein anderes!

In unserer Reihe #FRANCETALKS führten wir ein Interview mit Denis Zanon,
Direktor des Metropole Nizza Côte d’Azur Tourismusbüros:

Wie hat Covid-19 Ihre Destination beeinflusst und welche Maßnahmen haben Sie im Zuge dessen ergriffen?

Der Tourismus ist einer der am stärksten von der Gesundheitskrise betroffenen Wirtschaftszweige. Die Eindämmung und Schließung von Grenzen, Hotels, Restaurants und anderer Orte, die Kunden empfangen, hat dazu geführt, dass sämtliche Aktivitäten eingestellt und die meisten unserer Aktionen ausgesetzt wurden.

Aber wir haben nicht aufgehört, für all das zu arbeiten, wir haben darauf geachtet, eine enge Verbindung mit unseren Partnern aufrechtzuerhalten, da wir eine Überlegung entwickelt haben, die zu unserer Wiederaufbaustrategie führt. Während des Lockdowns beteiligten wir uns an der Kommunikationskampagne von Atout France #FenetreSurLaFrance und schufen seine Deklination #FenetreSurNiceCotedAzur in unseren sozialen Netzwerken, was unsere Anhänger dazu ermutigte, ein anderes Bild des Reiseziels zu teilen. Außerdem haben wir „NiceCotedAzur lädt sich in Ihr Haus ein“ ins Leben gerufen, das es Besuchern ermöglicht, die Region weiterhin virtuell und kostenlos zu entdecken, dank der Online-Ausstellungen unserer Museen, der Konzerte und Ballettaufführungen der Oper von Nizza, der historischen Präsentationen der Stadt und anderer Freizeit- oder Sportaktivitäten. Wir arbeiten am Wiederbelebungsplan des CRT Sud (Provence-Alpes-Côte d’Azur) und des CRT Côte d’Azur France (Alpes-Maritimes) mit, ebenso wie wir den von Nizza Côte d’Azur in Zusammenarbeit mit sozio-professionellen Partnern aktivieren.

Wie sehen Sie die Zukunft bzw. Ihr zukünftiges Angebot und welche Strategie verfolgen Sie, um für die zukünftigen Anfragen vorbereitet zu sein?

Die Grenzen zu unseren Nachbarländern und im Schengen-Raum öffnen sich schrittweise wieder, beginnend am 15. Juni für Deutschland und Frankreich. Unsere Hotels, Restaurants und Ladenbesitzer bereiten sich darauf vor, Touristen in Übereinstimmung mit den Gesundheitsempfehlungen wieder in der Region willkommen zu heißen. Die Stadt Nizza hat das Label „Confiance Sanitaire“ geschaffen, um den Ladenbesitzern zu helfen und die Umsetzung von Prozessen der Hygiene und der sozialen Distanzierung zu validieren, um den Kunden größtmöglichste Sicherheit zu bieten. Das Verkehrsnetz des ÖPNV, die Lignes d’Azur, sorgt dafür, dass in Straßenbahnen und Bussen Masken getragen werden und stellt an Haltestellen und an Bord hydroalkoholische Gelspender zur Verfügung. Auf dem Flughafen Nizza Côte d’Azur werden alle Anstrengungen unternommen, um die Anweisungen zu befolgen, indem insbesondere die Temperatur jedes Passagiers bei der Ankunft und beim Abflug gemessen wird.

All diese logistische Umsetzung wird von den oben erwähnten Wiederaufbauplänen mit Medienkampagnen und Werbevorteilen begleitet.

Inwieweit wird der deutsche Markt für Sie wichtig sein und welche Vorteile bietet Ihre Destination den deutschen Kunden?

Deutschland ist einer unserer Schwerpunkt- und Nachbarschaftsmärkte. Normalerweise gibt es mehr als 100 Flüge pro Woche zwischen Nizza und Deutschland. Ein erheblicher Anteil der Übernachtungen entfällt auf deutsche Reisende. Es ist daher unerlässlich, diese Kundschaft dazu zu bringen, so schnell wie möglich an unseren Bestimmungsort zurückzukehren. Wir haben ein riesiges Gebiet, das reich an Aktivitäten ist. Küsten- und Badetourismus natürlich, aber auch grüner Tourismus mit Wandern, Radfahren, Sport, hochgelegenen Dörfern und Natur sind alle Möglichkeiten, die die Metropole Nizza Côte d’Azur bietet. Überall wird die Auswahl um das riesige und reiche Erbe und das kulturelle Angebot, das im gesamten Gebiet vorhanden ist, erweitert.
In Zusammenarbeit mit unseren Hoteliers stehen Übernachtungsangebote auf unserer Reservierungsplattform zur Verfügung, die jeden Tag erweitert werden.

Ein positives Schlusswort?

Wir wissen, wie wir uns anzupassen haben, um unsere Besucher unter den besten Bedingungen zu empfangen, und wir haben keinen Zweifel daran, dass der Wunsch nach Reisen und Wieder-)Entdecken für alle bald wiederkehren wird!

Die Fondation Luma in Arles: Warum Sie sie unbedingt besuchen sollten

21.10.2019  ·  Kultur & Genuss, Land & Leute  ·  Kommentare geschlossen
Rund um das berühmte, von Frank O. Gehry entworfene Gebäude der Luma Arles liegt der „Parc des Ateliers“ – ein modernes Forum in der antiken Stadt. Und ein Ort des unerschöpflichen Reflektierens. Ins Luma Arles geht man, um zu flanieren, zu lernen, nachzudenken – und um sich überraschen zu lassen.

Gewagte Architektur

 

Das Gebäude „Ressource“ der Luma Arles, mitgestaltet von Frank Gehry.

 

Leuchtturm? Metallener Baum? Verirrtes Schiff? Aus der Gebäudeskulptur von Frank O. Gehry ragen vier Türme aus gewundenen Silberfacetten, die von einem steinernen Rückgrat zusammengehalten werden. Der amerikanische Architekt inspirierte sich bei seinem Werk am Bergkamm der Alpilles, den fantastischen Felsformationen um Les-Baux-de-Provence und dem Pinselstrich Vincent Van Goghs. Die Edelstahlziegel sollen die Variationen des Lichts einfangen. Gläserne Fensterelemente verbinden die verschiedenen Ebenen miteinander. Ebenfalls aus Glas ist der runde Unterbau von 54 Metern Durchmesser, der das Erdgeschoss umschließt und an das Amphitheater von Arles erinnert – eine der schönsten römischen Stätten Frankreichs.

Ein neuer Blick auf die Stadt Arles

Auf der neunten Etage gelegen, eröffnet die Terrasse des Luma Arles ein bemerkenswertes Panorama über die Altstadt, die Windungen der Rhône, die Camargue und die Crau-Ebene, die Alpilles und sogar das Kloster Montmajour. Das 56 Meter hohe Gebäude „Ressources“, entworfen von Frank Gehry, bietet Raum für die verschiedenen Kunstformen, darunter auch die Kochkunst, für Experiment und Forschung. An das Erdgeschoss, dem Haupteingang zum „Parc des Ateliers“, schließen sich mehrere Ausstellungflächen an, in denen Veranstaltungen von internationaler Größe ausgerichtet werden.

Ausstellungen von Weltklasse

Die Installation „L'Enclosure“ (dt. Umzäunung), ausgestellt in der „Grande Halle“ im Luma Arles

Seit 2004 fördert die Fondation Luma künstlerisches Schaffen im Bereich der Bildenden Kunst. Die Projekte setzen sich mit den Themen Umwelt, Kultur, Bildung und Menschenrechte auseinander. Die sechs Gebäude des „Parc des Ateliers“, darunter die „Grande Halle“ (dt. Große Halle), die „Forges“ (dt. Schmiedewerkstätten) und die „Mécanique Générale“ (dt. Maschinenbau), empfangen Besucher rund um das Jahr zu Veranstaltungen, insbesondere im Sommer während des Fotografie-Festivals „Rencontres de la Photographie“. Das Restaurant „Réfectoire“ und der Buchladen „Off-Print“ gehören ebenfalls zum Projekt Luma.

Spaziergang zur Nekropole Alyscamps

Die Nekropole Alyscamps, in der Nähe vom Luma Arles.

Nur wenige Schritte vom Luma entfernt, am anderen Ende des Paulaner-Weges, erstreckt sich die Totenstadt Alyscamps entlang des Kanals Craponne. Am Ende dieses erst heidnischen, dann christlichen Friedhofs befindet sich die Kirche Saint-Honorat an der Via Aurelia. Die von Steinsärgen gesäumte Allee inspirierte mit ihrem romantischem Flair bereits Van Gogh und Gauguin. Ein von Landschaftarchitekt Bas Smets entworfener Garten spendet Schatten und grüne Frische.

Eine neue Hochschule für Fotografie

Direkt am Gebäude von Frank O. Gehry wurde ein weiteres architektonisches Meisterstück eröffnet: Die l’Ecole Nationale Supérieure de la Photographie, Hochschule für Fotografie. Mit seinem 120 Meter langen flachen Kragträgerdach und den durchsichtigen Ausstellungssälen ist das Gebäude von Marc Barani mehr als einen Blick wert. Und die Fotografen finden vor ihrer Linse finden ein weiteres interessantes Objekt. Die neue Hochschule für Fotografie lässt Arles, wo jährlich das Fotografie-Festival „Rencontres d’Arles“ stattfindet, einmal mehr als eine der Hauptstäde der Fotografie leuchten.

Eine kulinarische Reise durch Nizzas Südbahnhof

21.10.2019  ·  Kultur & Genuss, Provence Alpes - Riviera - Côte d`Azur  ·  Kommentare geschlossen
Nizzas alter Bahnhof Gare du Sud, der in eine Gourmet-Halle umgewandelt wurde.

In der alten metallenen Bahnhofshalle im Libération-Viertel mitten in Nizza herrscht wieder Betrieb. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in einen Kultur- und Gourmettreffpunkt umgewandelt und findet damit in gewissem Sinn zu seiner ursprünglichen Funktion zurück: Im Südbahnhof vermischen sich Gewürze, Farben und Düfte aus dem Nizzaer Hinterland und von weit her…

Essen, Vintage-Shopping oder eine Ausstellung besuchen

Bereichert durch ein Zwischengeschoss von 1000 m², das zu den 1500 m² Erdgeschoss hinzukommt, ist die Bahnhofshalle zu einem geselligen Ort geworden, an dem sich Bewohner und Besucher von Nizza treffen, um die Spezialitäten lokaler Restaurant zu kosten, in Second-Hand-Boutiquen zu schmökern, etwas trinken zu gehen, eine Ausstellung zu besuchen oder Musik zu hören.

DJ-Pult im Nizzaer Südbahnhof (Gare du Sud).

Oder aber, um sich im Vorbeigehen in die historische Kulisse zu versenken: Die Metallhalle wurde von Gustav Eiffel für die Pavillons von Russland und Österreich-Ungarn bei der Weltausstellung von 1889 entworfen.

Eine große Zentralbar, Tische zur gemeinsamen Nutzung, Verkaufsstände, dazu exotische Pflanzen wie in einem Wintergarten und Wände in gelbem Anstrich, der an die warmen Farben der Nizzaer Altstadt erinnert…

Kulinarische Reise durch Spezialitäten aus Nizza und der Welt

Unter dem ausladenden 18 Meter hohen Gewölbe, das ebenso wie die luftig verkleidete Fassade gänzlich neu instandgesetzt, renoviert und verjüngt worden ist, feiert der Südbahnhof an sechs Wochentagen die Reiselust – auf kulinarische Art!

Von einem Stand zum nächsten erkundet man auf einer Art Weltreise nicht nur den Geschmack der Region, sondern auch den ferner Länder. Gleich neben der japanischen Sushiplatte, dem indischen Currygericht oder dem amerikanischen Burger reihen sich die Spezialitäten Südfrankreichs in den verschiedenen regionalen Verkaufsständen aneinander.

Und warum nicht bis in die fruchtbaren Ebenen des Comtat Venaissin (Region um Avignon) vordringen? Im Trüffel-Atelier „Maison de la Truffe“ schmeicheln die subtilen Geschmacksnoten der wertvollen Knolle, die den Ruf der Stadt Carpentras begründete, den anspruchsvollsten Gourmetkennern.

In Nizza: der Südbahnhof und seine Tische zur geselligen Nutzung.

Wer sich gern auf unbekanntem Terrain bewegt: Rendez-vous im „Vie en Rose“ (eine Anspielung auf das berühmte Chanson von Edith Piaf), der zentralen Bar, in der man fröhlich die Kulturen zusammenfließen lässt: Zu Weinen, Cocktails und Bio-Saft werden Tapas, Wurst und Eingemachtes zum miteinander Teilen gereicht.

Die Sonne der Côte d’Azur auf der Terrasse genießen

Hungrig nach Sonne? Auch daran wurde gedacht: Hinter den Glaswänden halten die Restaurants ihre Terrassen für alle bereit, die die zarten Sonnenstrahlen der Côte d’Azur genießen möchten.

Auf dem Zwischengeschoss der Halle findet man den idealen Aussichtspunkt, um die kleinen architektonischen Details zu bewundern, die die Ära der Belle Epoque und der Art déco lebendig halten. Auch kann man hier in Vintage-Boutiquen nach recycelten Artikeln, Sammlerobjekten oder limitierten Auflagen schmökern oder eine temporäre Ausstellung besuchen. Bis Ende November stellen die Künstler Valérie Marco et Franck Viano ihre Röntgenbilder von der Nizzaer Küche aus und enthüllen Zucchini, Artischocken, Auberginen und andere Zutaten traditioneller Rezepte unter einem überraschenden Blickwinkel.

Aktuelle Winterangebote für Gruppen in Nizza

19.09.2018  ·  Destinationen, Kultur & Genuss  ·  Kommentare geschlossen
© OT Nice

© OT Nice

© OT Nice

© OT Nice

 

Wenn das Schmuddelwetter im November Einzug hält, ist das südfranzösische Nizza dank seiner bevorzugten Lage an der Engelsbucht auch im Winter einer der wärmsten Orte an der Côte d’Azur und an der gesamten Mittelmeerküste. Unter dem Motto „L’hiver en vente douce“ bietet das Sehnsuchtsziel Nizza vom November 2018 bis März 2019 (ausgenommen an Sylvester und während der Karnevalszeit) Gruppenangebote (für mindestens 20 Teilnehmer) zu einem ansprechenden Preis-Leistungsverhältnis an, mit einer sanften, milden Winterbrise für alle, die kein Freund von Schnee und Winterkälte sind.

Die Angebote in derzeit 8 Hotels (3* und 4*) in Nizza umfassen die Unterkunft kombiniert mit einem vielfältigen Besichtigungsprogramm (frei wählbar unter folgenden thematischen Angeboten: Nizzas Highlights, Nizzas Küche und Spezialitäten, Kunst und Kultur in Nizza).

Ein ähnliches Angebot gibt es auch für den MICE-Segment diesen Winter. Mehr Informationen finden Sie hier: http://en.meet-in-nice.com/winter-meeting-offer

© OT Nice

© OT Nice

Das Tourismus- und Kongressbüro Nizza bietet ebenfalls Pauschalangebote für den Karneval von Nizza 2019, der vom 16. Februar bis einschließlich 2. März stattfinden wird. 2019 feiert der Karneval von Nizza den König des Films, zu Ehren der 100 Jahre Bestehen der Filmstudios Victorine. Hier alle Details über die Pauschalangebote zum Karneval.